RSE weiter mit bewährtem Vorstands-Team
Es sind nur vier gewählte 1. Vorsitzende, die seit 1977 in den Annalen des RSE stehen. Diese großartige personelle Kontinuität und Stabilität des SV Ramlingen-Ehlershausen von 1921 e.V. setzt sich fort. Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt in der Mitgliederversammlung am 21. März 2025. Kurt Becker als 1. Vorsitzender und Lars Czarnecki und Elmar Schulz steuern den Verein in den nächsten zwei Jahren als geschäftsführender Vorstand.
Rechtlich betrachtet ist in Deutschland die Mitgliederversammlung das „höchste Organ“ eines Vereines. „Der Souverän“, sagen Vereinsrechtler. Wie souverän das gelebt werden kann, war bei der Mitgliederversammlung des RSE zu erleben.
Bei 588 Mitgliedern, davon 201 unter 18 Jahren und nicht stimmberechtigt, mobilisierte die Einladung 90 (!) Stimmberechtigte in den vollen Saal des Landgasthofs Voltmer.
Die Beteiligung ist bemerkenswert. Oft aktiviert ja leider erst Streit die Menschen für öffentliche Belange. Anders beim RSE. Die 94-minütige Versammlung verlief harmonisch, im Einklang. Wir-Gefühl, Geschlossenheit, Emotionalität und Engagement, Stimmung und Stärke waren förmlich mit den Händen zu greifen.

Insofern wirkten Wortbeiträge, die sonst unter „Sonntagsreden“ eingeordnet werden, authentisch, glaubhaft. Zum Beispiel, wenn der 1. Vorsitzende Kurt Becker sagte: „Es ist mir eine besondere Ehre, Vorsitzender dieses Vorzeigevereins zu sein!“ Oder wenn der 2. Vorsitzende Lars Czarnecki seine erneute Kandidatur begründete mit dem Satz: „Mir macht es richtig Bock, was hier beim RSE passiert!“ Oder wenn Burgdorfs Bürgermeister Armin Pollehn den Mitgliedern zurief: „Ein Verein lebt von Menschen, die mit Herzblut dabei sein. Sie sind das Herz des Vereins. Ihnen möchte ich meinen Dank aussprechen.“ Dieser Gast („Ich bin sehr gern gekommen“) zeigt den regionalen Stellenwert des Vereins.

Becker begrüßte im voll besetzen Saal des Landgasthofes Voltmer neben Bürgermeister Armin Pollehn als Gast unter den 90 stimmberechtigten Mitgliedern Ortsbürgermeister Wolfram Nolte sowie Dirk Buchholz und Thorsten Notwehr von den Realverbänden, denen Becker ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit dankte.
Nach dem Gedenken verstorbener Vereinsmitglieder standen die Ehrungen auf der Tagesordnung. Thorsten Notwehr und Gerhard Grupp wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet, Michael Brandes, Fredi Rauls und in Abwesenheit Helmut Eysser und Stefan Unruh für 25 Jahre.

In seinem Bericht als Vorsitzender bilanzierte Kurt Becker: „Wir haben das Jahr 2024 gut überstanden.“ Besonders auf die anerkannt gute Anlage am Akazienweg ist er stolz. Als Projekt steht dort eine neue Bewässerung für A- und B-Platz an.
Auch 2025 gibt es als Top-Events das große Jugendturnier Champions der Region, den Gilde-Cup und die 96-Fußballschule. Das Freundschaftsspiel gegen die Profis von Hannover 96 soll nun im Zwei-Jahres-Rhythmus Saisonhighlight sein. „Ich hoffe also 2026 wieder,“ so Becker. Besonders dankte er allen Ehrenamtlichen und den Sponsoren. Deren Zahl ist auf 233 (!) gestiegen. Sportlich bilanzierte Becker die Situation der 1. Herren nach dem Abstieg aus der Oberliga als „ordentlich.“ Besonders stolz ist der RSE darauf, dass die 2. Herren letzte Saison dahinter beste Mannschaft im Altkreis Burgdorf waren als Tabellenvierter der Bezirksliga.
Lars Czarnecki berichtete als 2. Vorsitzender von einer Premiere. Der geschäftsführende Vorstand hat sich 2024 erstmals zu einer Klausurtagung getroffen. Themenschwerpunkte waren Erhalt und Entwicklung der Sportanlage, Zukunft der Jugendarbeit, Sponsoring und Marketing sowie eine Zukunftsidee Kunstrasenplatz. Czarnecki: „Das ist bisher eine Sondierung. Wir arbeiten daran, dass es vielleicht einmal Realität werden kann.“ Aus dem Beirat berichtete er, dass zusätzlich zum Ehrenvorsitzende Alfred Runge und Torsten Harms ergänzend Simone Brüsewitz und Björn Bogner neu berufen wurden. Als krasses Beispiel der steigenden Kostenbelastung erwähnte Czarnecki die von rund 500 auf 6000 Euro gestiegene Grundsteuer für die RSE-Anlage.
Das leitete über zum Bericht von Elmar Schulz. Steigende Kosten bei stabilen Einnahmen bescherten dem RSE 2024 einen Verlust von 21500 Euro. Trotzdem bleibt der RSE ein schuldenfreier Verein mit positivem Bilanzvermögen. Schulz versprach, er werde alles dafür tun, um 2026 wie viele Jahre zuvor wieder mit grüner Krawatte als Symbol für einen positiven Jahresabschluss zur Versammlung kommen zu können.
Klaas Eisermann berichtete für die Jugendabteilung von „200 spielenden Kindern in 12 Mannschaften und 16 Trainern plus zwei Torwarttrainern.“ Positiv auch die Zahlen von Mitgliedswart Christian Pudenz: Die Zahl der Mitglieder stieg in 2024 von 552 auf 588.
Becker, Czarnecki und Schulz wurden nach den Berichten einstimmig als geschäftsführender Vorstand wiedergewählt. Als Wahlleiter sprach der Ehrenvorsitzende Alfred Runge dem Vorstand „ein großes Dankeschön für die geleistete Arbeit“ aus. Es sei toll, das Engagement und die Emotionalität bei dieser Arbeit zu sehen.

In den weiteren Vorstand wählten die Mitglieder ebenfalls einstimmig: Elmar Schulz (Kassenwart), Sebastian Kühn (Vereinssekretariat), Christian Pudenz (Mitgliedswart), Stefanie Pudenz (Stellvertreterin), Alexandra Gerber (Sozialwartin), Matthias Budde (Spielausschussobmann), Sebastian Kühn (1. Stellvertreter), Malte Slomma (2. Stellvertreter), Kurt Becker (sportlicher Leiter Herren), Andreas von der Becke (Stellvertreter), Klaas Eisermann (Jugendleiter), Vanessa Eisermann (Stellvertreterin), Andreas Lindner (Pressewart und Digital & Öffentlichkeit), Maurice Gerber (Schiedsrichter-Obmann), Henning Meyer (technischer Wart Sportanlagen), Stephan Neumann (Marketing & Printmedien), Andreas Buchholz (Dorfkommunikation), Philip Lindner (Organisation und Veranstaltungen), Benjamin Brosche (Stellvertreter). Den Ehrenrat besetzen Walter Peters, Michael Bason, Klaus Harmsen und Bernhard Hennesen. Als Kassenprüfer rückt Moritz Wehrmann nach.
Bei allen Formalien und der Ernsthaftigkeit der Berichte kam auch der Humor nicht zu kurz und mancher lockere Spruch sorgte für Stimmung und Lacher. Das machte den Abend umso sympathischer. Fußball ist Freizeitunterhaltung. Passte also! Nach 94 Minuten schloss Kurt Becker die Versammlung mit einem lauten: „Nur der RSE!“
Bürgermeister, Fußball, Mitgliederversammlung, SV Ramlingen-Ehlershausen